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Beate Drobniak, Vorständin der Diakonie Freising, verabschiedet sich in den Ruhestand

Sie gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sagt Beate Drobniak, Vorständin der Diakonie Freising. „Der Abschied nach 12 Jahren bei der Diakonie fällt mir nicht leicht, es war eine sehr intensive, erfüllende Zeit. Aber ich freue mich auch auf einen neuen Lebensabschnitt.“ Bereits seit 2010 ist die gebürtige Hessin bei der Diakonie Freising tätig, zunächst als Beraterin, später dann als Bereichsleiterin und Geschäftsstellenleiterin und seit drei Jahren als Vorständin. Nun verabschiedet sich die 67-jährige zum Jahresende in den Ruhestand und übergibt ihr Amt an Christina Binder. Diese leitete zuletzt die Sozialen Dienste im Freisinger Amt für Jugend und Familie.

Die Jahre bei der Diakonie seien prägende für sie gewesen, sagt Beate Drobniak. Die größte Herausforderung seien wohl die vielen Flüchtlinge, die ab 2016 auch in den Landkreis kamen, und zuletzt die Folgen der Corona-Pandemie gewesen. „Beides sind Themen, mit denen wir uns noch immer stark beschäftigen.“  Mit Blick auf die vergangenen Jahre könne sie aber eine insgesamt positive Bilanz ziehen: „Wir konnten einige Projekte anstoßen und realisieren.“ So wurde vor zwei Jahren mit „HilDa“ eine Anlaufstelle für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder ins Leben gerufen.  Auch ihr Herzenswunsch, die Vergrößerung des Freisinger Frauenhauses, bekam vom Bezirkstag grünes Licht. Derzeit ist die Diakonie auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie.

Die Unterstützung von Menschen, die sich in schwierigen Lebensabschnitten befinden, sei ihr immer besonders am Herzen gelegen, sagt Beate Drobniak. Auch in einem eigentlich wohlhabenden Landkreis wie Freising gebe es davon viele – zu viele. Deren Zahl sei in den vergangenen Jahren stark angewachsen, die Schere zwischen Arm und Reich öffne sich auch in Freising und der Region immer weiter. Ihr Wunsch zum Abschied wäre, dass die sozialen Aspekte, die durch Corona noch einmal stärker in den Vordergrund rückten, auch von den politischen Entscheidungsträgern mehr Beachtung fänden - auch in finanzieller Hinsicht. Auf ihre Nachfolgerin warte eine anspruchsvolle Aufgabe, sagt Beate Drobniak. „Ich wünsche Christina Binder viel Freude bei dieser herausfordernden Aufgabe.“

Diakonisches Werk Freising e. V., Johannisstr. 6, 85354 Freising, Tel. 08161/402980,
E-Mail: verwaltung@diakonie-freising.de, Website: www.diakonie-freising.de

Beate Drobniak
Bildrechte: Beate Drobniak

 

Die Künstlerin SALLIE MC ILHERAN-Wunner spendet ihr Preisgeld dem Diakonischen Werk Freising e.V.

Am 25. Novemberfindet der Internationalen Tages „Keine Gewalt an Frauen“ statt. Das Diakonische Werk Freising e.V. beteiligt sich an der Aktion „#schweigenbrechen“ vom bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“.

Die Künstlerin und Preisträgerin vom Kunstwettbewerb „Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter #unSICHTBAR“, Sallie Mc Ilheran-Wunner, nimmt diesen wichtigen Tag zum Anlass, der Diakonie das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro zu spenden. Sie möchte dazu beitragen, das „Schweigen zu brechen“ und unterstützt die wertvolle Arbeit zum Gewaltschutz im Landkreis.

In ihrem prämierten Bild „The Blue Room” beschreibt die Künstlerin die schwierige Situation vieler Frauen, die von Gewalt betroffen sind: „Eine Frau befindet sich allein, eingeschlossen in einem kleinen Raum. Am rechten Bildrand erlaubt ein Cut wie in einer Filmüberblendung, den Blick ins Freie. Eine Situation, die Fragen offenlässt… Handelt es sich um Gewalt, physikalischer oder sogar psychischer Art?“

Das Kunstwerk ist klein, eine Filmsequenz – die Künstlerin sagt: Es ist symbolisch für häusliche Gewalt, die oft „im Kleinen“ passiert, gleich nebenan, unbemerkt und oft nicht gesehen.“

Christina Mayer, Leiterin der Fachberatungsstelle, bestätigt, dass die häusliche Gewalt oft vermeintlich unsichtbar ist. Insbesondere psychische Gewalt ist oft so subtil, manipulativ und eben „unsichtbar“. Kein blauer Fleck, keine Prellung, keine Würgemale, dafür aber eine verletzte Seele, deren Wunden nur die betroffene Person sieht und spürt. Um so wichtiger, so Christina Mayer, ist es, dass das Schweigen nicht nur durch Betroffene gebrochen wird. Es ist wichtig, dass die Gesellschaft hinschaut, handelt und darüber spricht. Daher sind Aktionen wie diese #schweigenbrechen wichtig.

Das Diakonische Werk Freising e.V. ist, mit den Einrichtungen wie dem Frauenhaus und der Fachberatungsstelle bei häuslicher und sexualisierter Gewalt, auf Spenden dieser Art angewiesen. Nur so kann das notwendige und wichtige Beratungsangebot im Landkreis erhalten bleiben und die betroffenen Frauen können endlich ihr Schweigen brechen und sich Unterstützung holen.

Spendenübergabe
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