Aktuelles

Veranstaltungsreihe "Häusliche Gewalt" in Erding

Privatsache? Wann und wie wir eingreifen sollten... Dazu wird Christina Mayer, Leiterin der Fachberatungsstelle bei häuslicher und sexualisierter Gewalt für Frauen, Kinder und Jugendliche eine Vortrag mit anschließender Disskusion halten.
Details finden Sie hier: https://t1p.de/hgmai22

 

In der Diakonie Freising bleibt bis auf weiteres die Maskenpflicht bestehen.
Wir bitten alle Klient:innen sich an die Regeln zu halten und mit Maske zu einem Beratungstermin zu kommen.

 

 

#BreakTheBias #internationalwomensday

Diakonie Freising fordert anlässlich des Weltfrauentags am 8. März eine Welt frei von Vorurteilen

Am Dienstag, 8. März, ist Internationaler Frauentag.
In diesem Jahr trägt er das Motto BreakTheBias – brecht die Voreingenommenheit. „Für uns ist es ganz wichtig, dass jeder Mensch so leben kann, wie er eben ist, und sich frei entfalten darf. Voreingenommenheit hat da keinen Platz – weder gegenüber Frauen, noch Menschen aus anderen Ländern, Kulturen etc.“, sagt Christina Binder, die neue Vorständin der Diakonie Freising. Die Diakonie Freising setzt sich wie die Initiator:innen von BreakTheBias für eine Welt frei von Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierung ein. Für eine Welt, die vielfältig, gerecht und inklusiv ist – und in der Unterschiede gewürdigt werden. Gerade jetzt in Anbetracht der kritischen Weltlage und der Ukrainekrise spielt dies nochmal mehr eine wichtige Rolle. „Auch hier im Landkreis wünschen wir uns diese Welt, auch hier wollen wir Neugier und Offenheit statt Vorurteilen und Abwertung. Freising ist ein so schöner und vielfältiger Landkreis, da sollten die Menschen auch gut miteinander leben können“, sagt Christina Binder.

Bereits seit über 100 Jahren geht es bei dem Weltfrauentag um die Gleichstellung der Geschlechter. Seit 1921 findet er weltweit jährlich am 8. März statt. In den vergangenen Jahrzehnten richtete sich der Fokus auf ganz unterschiedliche Themen, so wurde in den frühen Jahren das Frauenwahlrecht gefordert. Auch in diesem Jahrtausend greift der Frauentag verschiedene Schwerpunkte auf, international steht der Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen und Mädchen im Mittelpunkt. In Deutschland ist Gewalt gegen Frauen vor allem in Form von häuslicher Gewalt ein großes Thema. Die Diakonie Freising bietet betroffenen Frauen eine Anlaufstelle in ihrer Fachberatungsstelle HilDa, zudem finden Frauen und ihre Kinder Zuflucht im Frauenhaus der Diakonie Freising.

Häusliche Gewalt kann jede Frau treffen: Unabhängig von Alter, Bildungsgrad, Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, sozialem Status, sexueller Orientierung, Religion und Behinderung. „Es ist kein Problem von sozialen Randgruppen oder Menschen im Sozialleistungsbezug“, betont Christina Mayer, Leiterin von HilDa. Auch im Landkreis Freising sind es vor allem Frauen, die von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffen sind. Männer sind sehr selten Opfer dieser Gewalt. Häusliche Gewalt aber sei keine Privatangelegenheit, sondern ein Verstoß gegen das Recht jedes Menschen auf körperliche und psychische Unversehrtheit. „Wir stehen dafür ein, dass häusliche Gewalt entprivatisiert wird“, sagt Christina Mayer.

Die Diskriminierung von Frauen ist in vielen Fachbereichen der Diakonie ein großes Thema: In der Kasa, der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit, der Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit oder auch in der Flüchtlings- und Integrationsberatung. In der Kasa beispielsweise sind es die alleinerziehenden Mütter, die von einer großen Benachteiligung berichten. Sie sind am häufigsten von Armut betroffen – und für sie gestaltet sich die Wohnungssuche besonders schwer. Diskriminierung erleben aber auch viele Frauen mit Migrations- und insbesondere mit Fluchthintergrund – nicht nur als Frau, sondern auch als Ausländerin. Auch in der aktuellen Ukraine-Krise werden viele Frauen in Deutschland Schutz suchen und leider auch mit diesen Hürden konfrontiert werden. „Eine wirklich gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ist für viele Frauen auch im Jahr 2022 noch immer nicht selbstverständlich“, kritisiert Vorständin Christina Binder.

Diakonisches Werk Freising e. V., Johannisstr. 6, 85354 Freising, Tel. 08161/402980,
E-Mail: verwaltung@diakonie-freising.de, Website: www.diakonie-freising.de

 

 

 

Beate Drobniak, Vorständin der Diakonie Freising, verabschiedet sich in den Ruhestand

Sie gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sagt Beate Drobniak, Vorständin der Diakonie Freising. „Der Abschied nach 12 Jahren bei der Diakonie fällt mir nicht leicht, es war eine sehr intensive, erfüllende Zeit. Aber ich freue mich auch auf einen neuen Lebensabschnitt.“ Bereits seit 2010 ist die gebürtige Hessin bei der Diakonie Freising tätig, zunächst als Beraterin, später dann als Bereichsleiterin und Geschäftsstellenleiterin und seit drei Jahren als Vorständin. Nun verabschiedet sich die 67-jährige zum Jahresende in den Ruhestand und übergibt ihr Amt an Christina Binder. Diese leitete zuletzt die Sozialen Dienste im Freisinger Amt für Jugend und Familie.

Die Jahre bei der Diakonie seien prägende für sie gewesen, sagt Beate Drobniak. Die größte Herausforderung seien wohl die vielen Flüchtlinge, die ab 2016 auch in den Landkreis kamen, und zuletzt die Folgen der Corona-Pandemie gewesen. „Beides sind Themen, mit denen wir uns noch immer stark beschäftigen.“  Mit Blick auf die vergangenen Jahre könne sie aber eine insgesamt positive Bilanz ziehen: „Wir konnten einige Projekte anstoßen und realisieren.“ So wurde vor zwei Jahren mit „HilDa“ eine Anlaufstelle für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder ins Leben gerufen.  Auch ihr Herzenswunsch, die Vergrößerung des Freisinger Frauenhauses, bekam vom Bezirkstag grünes Licht. Derzeit ist die Diakonie auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie.

Die Unterstützung von Menschen, die sich in schwierigen Lebensabschnitten befinden, sei ihr immer besonders am Herzen gelegen, sagt Beate Drobniak. Auch in einem eigentlich wohlhabenden Landkreis wie Freising gebe es davon viele – zu viele. Deren Zahl sei in den vergangenen Jahren stark angewachsen, die Schere zwischen Arm und Reich öffne sich auch in Freising und der Region immer weiter. Ihr Wunsch zum Abschied wäre, dass die sozialen Aspekte, die durch Corona noch einmal stärker in den Vordergrund rückten, auch von den politischen Entscheidungsträgern mehr Beachtung fänden - auch in finanzieller Hinsicht. Auf ihre Nachfolgerin warte eine anspruchsvolle Aufgabe, sagt Beate Drobniak. „Ich wünsche Christina Binder viel Freude bei dieser herausfordernden Aufgabe.“

Diakonisches Werk Freising e. V., Johannisstr. 6, 85354 Freising, Tel. 08161/402980,
E-Mail: verwaltung@diakonie-freising.de, Website: www.diakonie-freising.de

Beate Drobniak
Bildrechte: Beate Drobniak

 

Die Künstlerin SALLIE MC ILHERAN-Wunner spendet ihr Preisgeld dem Diakonischen Werk Freising e.V.

Am 25. Novemberfindet der Internationalen Tages „Keine Gewalt an Frauen“ statt. Das Diakonische Werk Freising e.V. beteiligt sich an der Aktion „#schweigenbrechen“ vom bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“.

Die Künstlerin und Preisträgerin vom Kunstwettbewerb „Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter #unSICHTBAR“, Sallie Mc Ilheran-Wunner, nimmt diesen wichtigen Tag zum Anlass, der Diakonie das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro zu spenden. Sie möchte dazu beitragen, das „Schweigen zu brechen“ und unterstützt die wertvolle Arbeit zum Gewaltschutz im Landkreis.

In ihrem prämierten Bild „The Blue Room” beschreibt die Künstlerin die schwierige Situation vieler Frauen, die von Gewalt betroffen sind: „Eine Frau befindet sich allein, eingeschlossen in einem kleinen Raum. Am rechten Bildrand erlaubt ein Cut wie in einer Filmüberblendung, den Blick ins Freie. Eine Situation, die Fragen offenlässt… Handelt es sich um Gewalt, physikalischer oder sogar psychischer Art?“

Das Kunstwerk ist klein, eine Filmsequenz – die Künstlerin sagt: Es ist symbolisch für häusliche Gewalt, die oft „im Kleinen“ passiert, gleich nebenan, unbemerkt und oft nicht gesehen.“

Christina Mayer, Leiterin der Fachberatungsstelle, bestätigt, dass die häusliche Gewalt oft vermeintlich unsichtbar ist. Insbesondere psychische Gewalt ist oft so subtil, manipulativ und eben „unsichtbar“. Kein blauer Fleck, keine Prellung, keine Würgemale, dafür aber eine verletzte Seele, deren Wunden nur die betroffene Person sieht und spürt. Um so wichtiger, so Christina Mayer, ist es, dass das Schweigen nicht nur durch Betroffene gebrochen wird. Es ist wichtig, dass die Gesellschaft hinschaut, handelt und darüber spricht. Daher sind Aktionen wie diese #schweigenbrechen wichtig.

Das Diakonische Werk Freising e.V. ist, mit den Einrichtungen wie dem Frauenhaus und der Fachberatungsstelle bei häuslicher und sexualisierter Gewalt, auf Spenden dieser Art angewiesen. Nur so kann das notwendige und wichtige Beratungsangebot im Landkreis erhalten bleiben und die betroffenen Frauen können endlich ihr Schweigen brechen und sich Unterstützung holen.

Spendenübergabe
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